Sprachen, Text und mehr...
Über die "Richtigkeit" oder "Schönheit" einer Übersetzung lässt sich leicht streiten, da hier das persönliche Sprachempfinden und der individuelle Geschmack zum Tragen kommen. Jede Bewertung der Leistung eines Übersetzers sollte daher auf objektiven, allgemein akzeptierten Kriterien beruhen, durch die festgelegt wird, was Auftraggeber und Übersetzer voneinander erwarten dürfen.
Um sowohl bei der Erteilung des Auftrags als auch der Erbringung der Leistung mehr Klarheit zu schaffen, ist von den interessierten Kreisen eine DIN-Norm erarbeitet worden. Beteiligt waren unter anderem der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ), Sprachendienste von Behörden und Industrie, freiberufliche Übersetzer sowie Übersetzungswissenschaftler und Terminologen.
Die europäische Norm EN 15038, die die deutsche Norm DIN 2345 zum 01.01.2007 abgelöst hat, spricht Empfehlungen aus, zu welchen Punkten Auftraggeber und Übersetzer Vereinbarungen treffen sollten. Somit kann die Norm als freiwillig vereinbarte Vertragsgrundlage die Abwicklung von Übersetzungsaufträgen vereinfachen. Die Festlegungen richten sich an alle, die an einem Übersetzungsauftrag als Auftraggeber oder Auftragnehmer beteiligt sind und behandeln im Einzelnen folgende Punkte:
- Ausgangstext
- Auswahl des Übersetzers
- Zusammenarbeit
- Ablauforganisation
- Zieltext (Übersetzung)
- Prüfung von Übersetzungen
Einen weiteren Schwerpunkt bilden Festlegungen zur formalen und inhaltlichen Gestaltung der Übersetzung. Außerdem enthält die Norm Begriffsbestimmungen, Regeln für den Umgang mit dem Ausgangstext (z.B. bei Textmängeln) sowie Hinweise auf andere Normen, die dem Übersetzer hilfreich sein könnten oder zu beachten sind.
Freiberufliche Übersetzer, Sprachendienste und Übersetzungsbüros können ab jetzt eigenverantwortlich erklären, dass sie auf der Grundlage der EN 15038 arbeiten. Diese Konformitätserklärung kann das Vertrauen von Auftraggebern in die Qualität der erbrachten Dienstleistung stärken, da die Erfüllung der Anforderungen der Norm bei jeder einzelnen Übersetzung nachgeprüft werden kann.
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Deutsches Institut für Normung (DIN)
Burggrafenstraße 6
10787 Berlin
Telefon (030) 2601-0
Telefax (030) 2601-1231
Die diesjährige Buchmesse findet vom 10. bis 14. Oktober statt; für Privatbesucher sind am 13. und 14.10. die Messepforten geöffnet. Im Mittelpunkt des Interesses steht in diesem Jahr die katalanische Kultur.
Für unsere Branche dürfte wieder das Übersetzerzentrum von Interesse sein. Hier der Text von der Webseite der Frankfurter Buchmesse (
http://www.buchmesse.de):
"Übersetzer-Zentrum
Seit 2003 ist das Übersetzer-Zentrum Anlaufstelle für Übersetzer, Dolmetscher, Verleger und Lektoren und andere Fachbesucher, die Übersetzertätigkeiten in Anspruch nehmen.
An zentralem Standort in Halle 5.0 steht das Fachzentrum mit angeschlossener Cafeteria Übersetzern und Dolmetschern und ihren Gästen als Arbeitsort, Kontakt- und Informationsbörse offen - in räumlicher Nähe zum Internationalen Zentrum und im Mittelpunkt der Weltliteratur auf der Buchmesse!
Eine Buchausstellung zeigt Übersetzungen der im Übersetzer-Zentrum akkreditierten Übersetzer als "Exhibition in Progress“, d. h. als während der Messe wachsende Ausstellung. Die mitgebrachten Veröffentlichungen dienen gleichzeitig als Nachweis der Übersetzertätigkeit.
Veranstaltungen
An allen Messetagen finden von morgens bis abends Veranstaltungen zum Thema Übersetzen und Dolmetschen statt. Der Eintritt ist frei. Auch das interessierte Publikum ist willkommen.
Hier finden Sie einen Link zum Programm 2007:
klick "
Übersetzen ist eine kreative und verantwortungsvolle Aufgabe, mit der ausschließlich professionelle Übersetzer beauftragt werden sollten. Da die Tätigkeit und die Berufsbezeichnung des Übersetzers leider noch immer nicht gesetzlich geschützt sind, agieren auf dem Markt häufig Anbieter, die vielleicht zweisprachig aufgewachsen sind oder längere Zeit im Ausland waren. Eine Sprache lesen, verstehen und sprechen zu können reicht aber für die Erstellung guter Übersetzungen nicht aus. Neben hervorragenden Kenntnissen der Ausgangs- und der Zielsprache sind übersetzerische Kompetenz und fundiertes Wissen in den jeweiligen Fachgebieten gefordert. Darüber hinaus müssen Übersetzer spezifische Kenntnisse über die Sprachstrukturen, die verschiedenen Bedeutungsinhalte, Ausdrucks- und Denkweisen und vor allem über die kulturellen Besonderheiten haben. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass ein guter Übersetzer zuverlässige Terminologiearbeit zu erbringen hat.
Wie findet nun der Auftraggeber qualifizierte Übersetzer? Hier bietet die Mitgliedschaft in einem Berufsverband wie dem Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) ein Auswahlkriterium, da hier nur Dolmetscher und Übersetzer aufgenommen werden, die ihre Qualifikation durch eine staatliche oder akademische Prüfung nachgewiesen haben. Alle Mitglieder agieren gemäß einer Berufs- und Ehrenordnung, die die Pflichten des Berufsstandes sowie den Verhaltenskodex zwischen Übersetzern und Auftraggebern bzw. zwischen den Übersetzern untereinander, also Teams, regelt.
Darüber hinaus bietet der BDÜ ein Forum, in dem sich Dolmetscher und Übersetzer informieren und weiterbilden können. Regelmäßige Treffen und Fortbildungen sorgen dafür, dass die Mitglieder sprachlich, fachlich und vor allem auch technisch ständig auf dem Laufenden bleiben.
Da es immer wieder Anfragen gibt, wie man die spanischen Sonderzeichen generiert, haben wir hier eine kleine Tabelle mit den so genannten ASCII-Codes zusammengestellt. Bitte halten Sie die ALT-Taste solange gedrückt, bis Sie die drei Ziffern eingegeben haben.
| Zeichen |
ASCII-Code (ALT-Taste drücken und Ziffernfolge eingeben) |
|
| ñ |
ALT + 164 |
| Ñ |
ALT + 165 |
| É |
ALT + 144 |
| ¿ |
ALT + 168 |
| í |
ALT + 173 |
| ª |
ALT + 166 |
| º |
ALT + 167 |
Die Benutzung der Sonderzeichen ist absolut wichtig, da es sonst zu Missverständnissen oder auch peinlichen Situationen kommen kann. Ein plakatives Beispiel: "año" = Jahr, "ano" = Anus ...
Sie sind dabei, Englisch, Französisch, Spanisch oder Italienisch zu lernen? Dann bieten die verschiedenen Sprachmagazine vom Spotlight-Verlag eine schöne Ergänzung für die Lektüre aktueller Texte.
Für Englisch gibt es gleich drei Versionen: Spotlight (allgemeinsprachlich), Business Spotlight (Schwerpunkt Wirtschaftsenglisch) und Spot On (für Jugendliche).
Das französische Exemplar heißt "Écoute", die spanische Ausgabe "Ecos" und die italienische Version "Adesso".
Die Texte in den Heften sind in unterschiedlichen Sprachniveaus verfasst, so dass für jeden etwas dabei ist. Vokabellisten erleichtern dem Leser das Verständnis der Texte. Grammatik und Redewendungen kommen ebenfalls nicht zu kurz.
Auf folgender Webseite kann man Ausschnitte der Magazine online lesen:
http://www.spotlight-verlag.de/
Auch der Cornelsen Verlag stellt eine Sammlung von Texten für Spracheninteressierte online:
http://www.cornelsen.de/wdv/1.c.115431.de
Viel Spaß beim Stöbern und Lesen!
Übersetzen hat mit Kommunikation zu tun. Darum ist es umso verwunderlicher, dass mancher Auftraggeber meint, mit dem simplen Satz: „Bitte übersetzen Sie folgenden Text ins …“ sei alles getan. Ganz so einfach ist es allerdings nicht, wenn Sie eine korrekte und für Ihren Zweck passende Übersetzung haben möchten – es sei denn, man arbeitet schon eine ganze Weile zusammen.
Bei der Vergabe eines Übersetzungsauftrages sollten folgende Punkte geklärt werden:
- Für welchen Sprachraum ist die Übersetzung bestimmt? (z.B. Großbritannien/Amerika, Spanien/ein lateinamerikanisches Land, Portugal/Brasilien)
- Für welche Zielgruppe ist die Übersetzung bestimmt, d.h. wer wird die Übersetzung lesen? (Ingenieure, Fachleute, Laien, etc.)
- Für welchen Zweck wird die Übersetzung erstellt? (Werbung, interne Mitteilung, etc.)
- Ist sie z.B. zur Veröffentlichung bestimmt? In diesem Fall sollten Sie die Druckfahne unbedingt noch einmal von Ihrem Übersetzer Korrektur lesen lassen, um sicher zu gehen, dass der Fehlerteufel beim Satz nicht noch irgendwo zugeschlagen hat.
Wir möchten Ihre Sprache sprechen… Daher ist es hilfreich, wenn Sie uns Ihre firmeninterne Terminologie zur Verfügung stellen, soweit vorhanden, auch in den verschiedenen Fremdsprachen. Jede Art von Referenzliteratur erleichtert es dem Übersetzer, sich in Ihr Unternehmen hineinzudenken.
Bei starkem Termindruck wird leider immer wieder einmal ein Ausgangstext an den Übersetzer gegeben, der noch nicht fertig ist. Vermeiden Sie diese Situation nach Möglichkeit, denn Missverständnisse sind vorprogrammiert, wenn dem Übersetzer zwischendurch geänderte Fassungen des Ursprungstextes hereingereicht werden.
Kaum jemand liest Ihren Text so genau, wie Ihr Übersetzer… Bei seiner Arbeit stößt er hier und da auf Ungenauigkeiten, Ungereimtheiten oder auch einfach nur Rechtschreibfehler im Text – verstehen Sie dies bitte nicht als pingelige Kritik, wenn hier nachgehakt wird, sondern sehen Sie es als Chance, Ihren Text in der Ausgangssprache noch optimaler zu gestalten.
In der heutigen, virtuell geprägten Welt kennen sich Auftraggeber und Auftragnehmer leider immer seltener persönlich. Gerade darum legen wir Wert darauf, uns zumindest über die oben genannten Punkte mit unseren Kunden auszutauschen, damit Sie und wir mit dem Übersetzungsergebnis zufrieden sind.